5th International Degrowth Conference and Money



Hope to see you at the 5th International Degrowth Conference in Budapest 30 August–3 September where I will join with Francois Schneider and others for a Special Session on Housing and Degrowth, with a proposal for us to edit a book on the topic. I went to the degrowth conference in Montreal in 2012 and it was great so I am really looking forward to this one. More particularly for this blog, I will present a paper on the case for a non-monetary future. I've posted the accepted abstract below.

Non-Monetary Degrowth is Strategically Significant
(Conference theme: The un-common sense)

Even for many radical adherents of degrowth, money is a common-sense — not simply capitalist — tool, so alternative currencies and banks abound. This paper argues against this common-sense logic, as follows. The most direct and efficient form of degrowth requires as-local-as-is-feasible production focusing on people’s basic needs, implying that future distribution is decided simultaneously with collectively agreeing on productive goals and ways of achieving them. Say, each person contributes a number of hours to collective production as a community obligation and, in return, has their basic needs met. Decision-making focuses on bio-physical, environmental and social measures and values; complex bio-physical and social efficiency is paramount in limiting throughput in production and associated exchanges. As a result, money has no place in degrowth, where grassroots political decision-making replaces production for trade and market exchanges. Similarly, so-called ‘alternative’ currencies that serve functions of legal tender or the ‘universal equivalent’ on which capitalism depends, are redundant. In non-monetary degrowth, reward for work is the security of having life-long basic needs met with continuous input in making decisions on both local production and the terms of exchange (compacts) with as-local-as-feasible neighbour-producers. There is personal, but no private, property: the entire Earth is commons with clear, efficient and universal principles and terms for commoning. Such a vision suggests that advancing specifically non-monetary degrowth — consciously breaking with monetary production and exchange — is of crucial strategic significance.

Die Arbeit und der fiktive Tropf

Titelbild der Krisis-Ausgabe (zum Vergrößern klicken)Norbert Trenkle hat für die (nur noch digital erscheinende) Krisis einen Antwortartikel auf meine Untersuchung Geht dem Kapitalismus die Arbeit aus? (1, 2) geschrieben: Die Arbeit hängt am Tropf des fiktiven Kapitals.

In meinen Artikel hatte ich vorsichtig geschlossen, dass „Lohoff und Trenkle […] im Vergleich zur von Heinrich (2007) postulierten tendenziell unendlichen Ausdehnungsfähigkeit des Kapitalismus […] der Wahrheit näher zu kommen“ scheinen. Dieses abwägende Fazit befriedigt Trenkle nicht – er argumentiert, dass die Zahlen eine deutlichere Sprache sprechen. Dafür führt er im Wesentlichen zwei Argumente an, von denen mir das eine mehr, das andere weniger einleuchtet.

Induzierte Wertproduktion?

Weniger einleuchtend finde ich das Konzept der „induzierten Wertproduktion“, dem zufolge ein immer größerer Teil der Warenproduktion ohne die Akkumulation von fiktivem Kapital nicht möglich wäre. Dazu rechnet Trenkle kreditfinanzierten privaten und staatlichen Konsum, Investitionen und Infrastrukturmaßnahmen, die durch den „Verkauf von Eigentumstiteln (wie Anleihen und Aktien)“ ermöglicht werden, sowie Investitionen im Bausektor, sofern diese durch „Immobilienspekulation“, d.h. durch Hoffnung auf künftige Preissteigerungen, ermöglicht werden.

Trenkle betrachtet dies als „induzierte Wertproduktion“ (13), die vom fiktiven Kapital abhängig ist. Hätte die private Konsumentin nicht einen Kredit aufnehmen oder ihre Kreditkarte belasten können, dann hätte sie sich den neuen Fernseher nicht leisten können und die Realwirtschaft wäre etwas weniger stark gewachsen bzw. etwas stärker geschrumpft. Die Konsumentin ist damit allerdings auch eine Verpflichtung eingegangen, da sie den Kredit später (mit Zinsen) zurückzahlen muss. Gelingt ihr das nicht (sie könnte Privatbankrott anmelden oder unverschämter Weise einfach sterben), ist der Kredit geplatzt und die Verwertung des fiktiven Kapitals an einer kleinen Stelle ins Stocken geraten. Den Hersteller des Fernsehers schert das allerdings nicht, er hat sein Geschäft gemacht. Schon deshalb ist nicht einzusehen, warum die „induzierte Wertproduktion“ nicht „zählen“ sollte, wenn es darum geht, ob bzw. wie stark die Realwirtschaft wächst oder schrumpft – was Trenkle unterstellt, aber nicht wirklich begründet.

Ein Problem für die Realwirtschaft würde nur dann entstehen, wenn das fiktive Kapital eines Tages komplett verschwinden würde und wenn darüber hinaus auch die Zentralbanken (die Kredit aus dem Nichts erschaffen können), die Kreditvergabe verweigern würden statt als „lender of last resort“ zu fungieren. Dann könnte sich niemand mehr verschulden und kreditfinanzierte Käufe wären nicht mehr möglich, was tatsächlich zu einer massiven Absatzkrise und einem Einbruch der Realwirtschaft führen würde.

Aber ist das ein realistisches Szenario? Ich habe meine Zweifel, zumal Trenkle selbst mit eindrucksvollen Zahlen über das gigantische Wachstum des fiktiven Kapitals aufwartet – Kapitalmarktwaren inklusive Derivaten betragen inzwischen das Zwölffache des Bruttoweltprodukts, während sie noch 1980 nur geringfügig über dem Bruttoweltprodukt lagen (15). Dass sich die Besitzer aller dieser virtuellen Reichtümer entschließen könnten, sie den Finanzmärkten zu entziehen und stattdessen in „reale“ Güter (etwa Gold) umzutauschen, scheint schon deshalb ausgeschlossen, weil schlichtweg nicht genug „reale“ Güter zu finden wären.

Warum die Ausgabe von Anleihen und Aktien durch Firmen auf eine krisenhafte Entwicklung hindeuten sollte, ist noch weniger einzusehen. Vielmehr handelt es sich um einen ganz normalen und schon ziemlich alten Aspekt des Kapitalismus – Firmen greifen auf Fremdkapital zurück, um stärker wachsen zu können und ihre Eigenkapitalrendite zu verbessern. Nehmen wir an, eine Firma macht einen Profit von sechs Prozent auf das eingesetzte Kapital und leiht sich (ob durch Kreditaufnahme oder Ausgabe von Anleihen) ebenso viel Kapital/Geld, wie sie an Eigenkapital schon hat, zu einem Zinssatz von drei Prozent. Dann verbleiben die restlichen drei Prozent als zusätzlicher Gewinn bei den Eigentümern der Firma, die ihre Eigenkapitalrendite so von sechs auf neun Prozent gesteigert hat. Aber auch die Kreditgeber/Anleihenkäuferinnen profitieren, denn sie haben ja den vereinbarten Zins erhalten und so ihr Geld vermehrt.

Die Ausgabe von Aktien ist etwas anders zu analysieren, deutet aber ebenfalls nicht auf ein „Problem“ für den Kapitalismus hin. Aktien sind kein Fremdkapital, sondern die Aktionäre werden selbst zu Miteigentümern der Firma – sie dürfen abstimmen, wenn es um wesentliche strategische Entscheidungen geht, und werden in Form von Dividenden an Gewinnen beteiligt. Da Aktien im Regelfall an der Börse gehandelt werden, steigt und fällt ihr Preis in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung der Firma. Dabei spielt nicht nur die aktuelle Situation, sondern auch die Erwartung der Marktteilnehmerinnen in Bezug auf künftige Entwicklungen eine Rolle. Aktienmärkte bringen also ein zusätzliches spekulatives Element in den Kapitalismus, aber letzten Endes ist alle kapitalistische Produktion spekulativ. Warum es für die Analyse der Realwirtschaft von Bedeutung sein sollte, ob eine Firma an der Börse gehandelt wird oder nicht, ist nicht einzusehen.

Ebenso wenig leuchtet mir ein, inwiefern die „Immobilienspekulation“ auf die gesamtwirtschaftlich produzierte Wertmasse einen nennenswerten Einfluss haben sollte. Sie hat sicherlich einen Einfluss auf die Preise, da Immobilienkäuferinnen in Erwartungen künftiger Preissteigerungen bereit sind, mehr zu zahlen als das sonst der Fall wäre. Spekulativer Leerstand von Neubauten dürfte jedoch die absolute Ausnahme sein – Gebäude werden nicht nur in der Hoffnung auf künftige Preissteigerungen gebaut, sondern sie werden auch unmittelbar vermietet oder von den Käufern selbst genutzt. Das würde auch ohne die Hoffnung auf künftige Preissteigerungen passieren, wenn auch vielleicht zu niedrigeren Verkaufspreisen. Für die Wertanalyse kommt es auf solche Preisschwankungen aber nicht an.

Lebt der Kapitalismus über seine Verhältnisse?

Unterschwellig scheint mir dem Konzept der „induzierten Wertproduktion“ die Idee der „schwäbischen Hausfrau“ zugrunde zu liegen, die nur ausgibt, was sie zuvor redlich verdient hat. Der Kapitalismus würde gemäß dieser von Trenkle allerdings nicht offen geäußerten Argumentationslinie zunehmend „über seine Verhältnisse leben“, weil sich die Käuferinnen mehr und mehr verschulden müssen und sich die gekauften Waren „eigentlich“ gar nicht leisten könnten.

Dazu nennt Trenkle eindrucksvolle Zahlen, so hat sich die private Verschuldung in den USA seit 1980 mehr als verdoppelt, von 150 auf 350 Prozent des Bruttonationaleinkommens (19). Und auch die weltweite Staatsverschuldung ist bekanntlich gerade seit der Krise von 2008 stark gestiegen. Die durch solchen schuldenfinanzierten Konsum ermöglichte Produktion sieht er als „Vorgriff auf zukünftigen Wert“ (9), der aber aufgrund der mutmaßlich schrumpfenden Wertmasse gar nicht mehr produziert werden könne. Aber ist dem so?

Tatsächlich ist ein Kredit eine Verpflichtung der Schuldnerin, diesen zu gegebener Zeit (mit Zinsen) zurückzuzahlen. Private Schuldner, die praktisch nur durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft Geld verdienen können, müssen also entweder ihren künftigen Lebensstandard einschränken oder in Zukunft noch härter arbeiten, um die Schulden zurückzahlen zu können. Wertproduktion ist dafür aber nicht unbedingt vonnöten – wer etwa als Staatsangestellte oder private Reinigungskraft arbeitet, produziert keinen Wert, verdient aber trotzdem Geld, das zur Schuldentilgung verwendet werden kann.

Private Verschuldung ist also ein Mittel, den Ausbeutungsgrad im Kapitalismus zu erhöhen, sie bewirkt eine zusätzliche Umverteilung von unten (den Arbeitenden) nach oben (den Kapitaleignern). Sie verschärft auch den Konkurrenzkampf um Arbeitsplätze und drückt so tendenziell das Lohnniveau. Tatsächlich dürfte es kein Zufall sein, dass die stark gestiegene private Verschuldung in den letzten 30 Jahren mit stagnierenden oder sinkenden Reallöhnen einherging.

Steigende Staatsverschuldung hat einen ähnlichen Effekt. Anders als private Schuldner zahlen Staaten ihre Schulden allerdings typischerweise niemals zurück, sondern lösen alte Kredite durch neue ab. Gleichzeitig müssen sie bei steigender Verschuldung (und gleichbleibenden Zinssätzen) jedoch einen immer größeren Teil der Steuereinnahmen für Zinszahlungen ausgeben. Würden nur Kapitalgewinne besteuert, wäre für das Gesamtkapital nichts gewonnen – was der einen Kapitalistin in Form von Zinsen gezahlt wird, würde der anderen in Form von Steuern genommen.

Tatsächlich werden Kapitalerträge und Vermögen in den modernen, um Kapital konkurrierenden Staaten aber nur gering bis gar nicht besteuert. Der Großteil der Steuereinnahmen stammt aus Steuern auf Löhne und Konsum, wird also nicht von den Kapitalisten, sondern von der arbeitenden oder nichtarbeitenden Bevölkerung gezahlt. Gleichzeitig reagieren die Staaten auf steigende Verschuldung mit einer Kürzung ihrer Ausgaben etwa für Gesundheitswesen, Bildung, Arbeitslosen- und Sozialhilfe sowie öffentliche Infrastruktur wie Schwimmbäder, wodurch wiederum der Lebensstandard der Bevölkerung und insbesondere der prekär Lebenden sinkt. Auch steigende Staatsverschuldung verschärft also die Umverteilung von der Masse der Bevölkerung zu den wohlhabenden Gläubigern.

Dass der Kapitalismus über seine Verhältnisse lebt, lässt sich also nicht sagen. Stattdessen hat er sich neue Wege zur verschärften Ausbeutung und Umverteilung von unten nach oben erschlossen.

Weltweit unterschiedliche Produktivitätsniveaus

Einleuchtender finde ich den Einwand, dass die weltweiten Unterschiede im Produktivitätsniveau womöglich größer sein könnten als von mir geschätzt. Ich hatte die chinesische Produktivität auf 80 Prozent westlicher Länder geschätzt; Trenkle führt hingegen Argumente dafür an, dass sie in der Industrie nur 10 bis 30 Prozent der deutschen Produktivität entspricht und in der Landwirtschaft sogar unter 10 Prozent (30f.).

Meine Schätzungen basierten auf der Position eines Landes im Human Development Index, der das Bruttonationaleinkommen pro Kopf, die durchschnittliche Ausbildungsdauer und die Lebenserwartung berücksichtigt. Unplausibel finde ich diese Indikatoren nicht – das Bruttonationaleinkommen pro Kopf zeigt ungefähr, wie gut ein Land in der kapitalistischen Staatenkonkurrenz mithalten kann und besser ausgebildete Arbeitskräfte ermöglichen eine höhere Produktivität.

Zugegebenermaßen willkürlich (was ich im Text auch vermerkt hatte) war hingegen meine Entscheidung, die Produktivität eines Lands auf 100, 80, 60 bzw. 40 Prozent zu schätzen, je nachdem in welchem Quartil (Viertel) des HDI es zu finden ist. Und die gewählten Faktoren wirken sich in der Tat spürbar auf die Ergebnisse aus. Nehmen wir etwa an, dass die Produktivität pro Quartil nicht nur um 20 Prozent fällt, sondern sich halbiert – also 100, 50, 25, 12 Prozent statt der oben genannten Faktoren. Dann ist die gewichtete Zahl der produktiven Arbeitskräfte nur noch um 9,0 Prozent gestiegen (statt 15,3 Prozent), die der Arbeitsstunden um 5,0 Prozent (statt 11,6 Prozent). Für einen Zeitraum von 30 Jahren ist das schon eine äußerst bescheidene Entwicklung, die nah am Nullwachstum entlang schrammt (die jährliche Steigerung der Arbeitskräfte beträgt knapp 3 Promille, der Arbeitsstunden 1,6 Promille).

Allerdings sind auch diese Faktoren willkürlich und ergeben für das wirtschaftlich sehr bedeutende China (im 2. Quartil des HDI) eine Produktivität von 50 Prozent, was deutlich über den von Trenkle angeführten Schätzungen liegt. Kann man Faktoren bestimmen, die nicht rein willkürlich sind?

Zuverlässige Produktivitätsschätzungen für alle untersuchten Ländern dürften kaum aufzutreiben sein, zumal sie auch noch über die unterschiedlichen Wirtschaftssektoren gemittelt werden müssten. Zumindest als Indikator könnte aber die durchschnittliche Lohnhöhe dienen, da sie andeutet, unter welchen Umständen eine Standortverlagerung in ein anderes Land für Unternehmen Sinn macht. Beträgt die durchschnittliche Lohnhöhe im Zielland ein Drittel, dann kann eine Firma fast dreimal so viel Personal beschäftigen und die Verlagerung rentiert sich immer noch (sofern man davon ausgeht, dass die erhöhten Transportkosten relativ zu den Herstellungskosten nur wenig ins Gewicht fallen). Die relative Produktivität im Zielland muss also mindestens so hoch sein wie das relative Lohnniveau.

Allerdings kenne ich auch keine umfassenden Statistiken zum Lohnniveau in verschiedenen Ländern – die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), deren Zahlenmaterial ich verwendet habe, führt zwar eine entsprechende Statistik, die jedoch für zu wenige Länder vorliegt, um verwendbar zu sein. Genaue Statistiken gibt es jedoch für das in jedem Land erwirtschaftetete Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf. Zwischen dem Pro-Kopf-BIP und der Lohnhöhe dürfte es zumindest eine lose Korrelation geben, da ein Großteil der umgesetzten Waren von der arbeitenden oder nicht (mehr) arbeitenden Bevölkerung erworben wird, die dafür ihre Löhne (oder aus Lohnnebenkosten finanzierte Leistungen wie Renten und Arbeitslosengeld) eingesetzt.

Eine mutmaßliche Korrelation zwischen Arbeitsproduktivität und Pro-Kopf-BIP geht also um zwei Ecken und dürfte entsprechend unscharf ausfallen. Als grobe Annäherung in Abwesenheit besserer Statistiken habe ich dennoch eine entsprechende Berechnung durchgeführt.

Dafür habe ich die Pro-Kopf-BIPs der 40 von mir untersuchten Länder (Liste der Weltbank für 2014) zugrunde gelegt. Die Arbeitsproduktivität der zehn Länder mit dem größten BIP (Norwegen, Schweiz, Australien, Dänemark, Schweden, Singapur, USA, Niederlande, Österreich, Kanada) habe ich dabei jeweils auf 100 Prozent geschätzt. Von diesen zehn Länder hat Kanada das niedrigste Pro-Kopf-BIP (50.271 USD). Relativ zu diesem habe ich die Arbeitsproduktivität der anderen Länder geschätzt. Für das an elfter Stelle folgende Deutschland (47.627 USD) beträgt sie damit 94,7 Prozent, für das an letzter Stelle stehende Indien (1.582 USD) 3,1 Prozent. Für China ergibt sich eine Produktivität von 15,1 Prozent, was in den von Trenkle ermittelten Schätzbereich fällt.

Legt man diese stärkere Spreizung der weltweiten Produktivitätsniveaus zugrunde, dann ist die Zahl der entsprechend gewichteten produktiven Arbeitskräfte im untersuchten Zeitraum nicht gewachsen, sondern um 2,0 Prozent geschrumpft. Bezogen auf produktive Arbeitsstunden ergibt sich ein noch stärkerer Rückgang um 6,3 Prozent.

Die Frage der unterschiedlichen Produktivität in verschiedenen Weltregionen hat also in der Tat einen starken Einfluss auf das Ergebnis und kann den Unterschied zwischen einem geringen Wachstum oder einer leichten Schrumpfung machen. Eine sorgfältige Untersuchung dieser Frage könnte sich daher lohnen. Aber in jedem Fall ergibt sich aus dem Zahlenmaterial, dass von einem weltweit „brummenden“ und unbekümmert wachsenden Kapitalismus nicht die Rede sein kann.

From: keimform.deBy: Christian SiefkesComments

Money versus basic needs for people and planet

It only takes two minutes to watch this ripper of an animated story on 'sustainable development' — a euphemism for capitalism as we know it. It shows a world without money is preferable to one where people's minds and behaviour have been — as if by religious forces — monetised  —

http://www.survivalinternational.org/films/there-you-go

Radical analyst Max Haiven

The first post for 2016, which has started in a work hole that I have only just crawled out of — still two books now in the production stage for publication mid-2016 and late 2016 so not in vain.

Anyway, the reason for this post is to report a meeting with radical analyst Max Haiven, who writes on art and money and financialisation, and has been in my work town of Melbourne — read more here:

http://maxhaiven.com/

And, specifically:

http://maxhaiven.com/2016/01/21/melbourne-and-cambridge/

http://moneyandart.tumblr.com/

UTOPIKON – Wege in eine geldfreiere Gesellschaft

Kaufst du noch oder teilst du schon?„Wie stellen wir uns eine zukunftsfähige Wirtschaft von morgen vor?“

Die Utopie-Ökonomie-Konferenz UTOPIKON
Wege und Herausforderungen in eine geldfreiere Gesellschaft

Neben dem dritten Mitmachkongress utopival gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal auch die Utopie-Ökonomie-Konferenz UTOPIKON. 300 Menschen werden sich am 05. November 2016 in der Forum Factory in Berlin inspiriert von fünf Keynotes in 20 Workshops und einem anregenden Rahmenprogramm zu der Frage nach einer zukunftsfähigen Wirtschaft austauschen.

Die Referent*innenliste verspricht einen spannenden Tag, denn zugesagt haben bereits Silke Helfrich, Niko Paech, Friederike Habermann, Uwe Lübbermann, Hanna Poddig, Gerrit von Jorck, Christian Siefkes und viele weitere.

‚Ökonomie‘ kommt von ‚Oikos‘ – Hausgemeinschaft, die Teilhabe aller. Die aktuelle wirtschaftliche Situation lässt jedoch nicht teilhaben, sie separiert eher.

„Wie können wir solidarisch wirtschaften? Wie sehen Alternativen für eine zukunftsfähige Ökonomie aus? Wie möchten wir leben? Welche Wege führen zu einer geldfreieren Gesellschaft und welche Herausforderungen stehen dem entgehen?“ Diese Fragen treiben mich als einen der Initiator*innen der Konferenz um.

Die UTOPIKON möchte dabei Alternativen aufzeigen, Inspiration geben und Austausch ermöglichen.

Die Utopie-Ökonomie-Konferenz wird vom Projekt- und Aktionsnetzwerk living utopia verwirklicht. Die Besonderheit daran: Die UTOPIKON wird wie alle Aktivitäten vom Netzwerk nicht nur vegan, ökologisch und solidarisch gestaltet, sondern vor allem auch geldfrei. „Kein Cent fließt direkt. Die UTOPIKON lebt von der Solidarität und dem Tatendrang aller Mitwirkenden“, sagt Mitorganisatorin Pia Damm. Ein Prinzip fern von Leistung und Gegenleistung, das von der Referent*innentätigkeit über das Konferenzzentrum bis hin zum Essen greift. Damit ist die UTOPIKON selbst ein gesellschaftliches Experiment, mit welchem andere Formen des Wirtschaftens – außerhalb von Tausch- und Verwertungslogik – lebendig und erlebbar werden.

Mehr Infos gibt es unter: UTOPIKON.de oder auch livingutopia.org

From: keimform.deBy: Tobi RosswogComments

Entstehung und Überwindung des Geldes

Fabian Scheidler und ich haben beim Stuttgart Open Fair Forum 2016 einen Kombi-Vortrag gehalten zur Entstehung und Überwindung des Geldes. Da Fabian erkrankt war, konnten wir ihn nur per Skype zuschalten. Hier Audio-Aufzeichnung von Fabian (OGG, MP3) sowie Folien (ODP, PDF) und Audio-Aufzeichnung (OGG, MP3) meines Beitrag (jeweils ohne Diskussion).

Teil 1 (Fabian Scheidler):

Teil 2 (Stefan Meretz):

 

From: keimform.deBy: Stefan MeretzComments

nk und die Rettung der Welt

Versuch einer poststrukturalistischen Polemik
– ein Appell –

[alle Texte der Broschüre „ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“]Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"

PROLOG: In den Wald hinein rufen

Ich habe noch nie erlebt, dass es so aus einem Wald herausschallte wie ich hineinrief. Für gewöhnlich kommt aus dem Wald immer dasselbe zu Brei gemischte Brummen. Also gilt das zugrunde liegende Sprichwort[1] nur, wenn es als Imperativ angewendet wird: Rufe so (und nur so) in den Wald, wie es ohnehin schon herausschalllt.

Jetzt will ich zwei ein bisschen widersprüchliche Dinge behaupten: Erstens ist es dann ziemlich ungefährlich, also irgendwie egal, anders zu rufen (es kommt ja doch im Mittel das Mittel heraus); und zweitens ist es ziemlich wichtig, individuell abzuweichen, bestenfalls: wenn Alle anders rufen.

Den Wald fand ich als Kind übrigens gar nicht immer schön: Monokulturen von geradstämmigen Kiefern, aus denen schon aufgrund dem der Pflanzung zugrunde liegenden, quadratischen Punktraster nur ganz bestimmte Brummgeräusche zurückkommen konnten. Es wird also auch ein bisschen darum gehen, wie der Wald überhaupt so aussieht.

PRÄAMBEL die Weißheit mit Löffeln…

Der Text ist als Polemik gemeint. Also werde ich die ganze Zeit mit großen Worten um mich schmeißen (Herrschaft, Gesellschaft, Welt, Kapitalismus, . . .) ohne sie irgendwie zu definieren. Darüber hinaus ist es nur ein sehr kleiner Blick und als Beispiel kommt so richtig nur Kapitalismus als Herrschaftsstruktur vor. Das ist eigentlich viel zu verkürzt und lässt die Verwobenheit verschiedener Herrschaftsmomente ziemlich außer Acht. Ich selbst bin männlich, weiß, aus wohlhabenden Verhältnissen, wohne in Gebieten mit guter Netzabdeckung und schreibe alles in allem aus einer Perspektive, in der der Fokus auf dem Identifizieren und Abgeben von Privilegien liegt.

Ich weiß nicht, ob die Argumentation gut ist und möchte sie gerne diskutieren.

EINLEITUNG vom Richtigen im Falschen[2]

Warum und was überhaupt: die Welt retten? Nun ja, sie ist schlecht, jedenfalls könnte sie besser sein. Und zwar vor allem dort, wo Herrschaftsstrukturen irgendwelcher Arten dominant sind. Bei der Rettung der Welt geht es (mir) also vor allem darum: das Bekämpfen oder Überflüssigmachen solcher.

In diesem Text geht es um meinen Masterplan, wie das anzustellen ist. In Kürze alles vorweg, nämlich so: Es kann keinen Masterplan geben. Es kann keine Insel vorweggenommener Richtigkeit in dieser Falschheit geben (da halte ich es mit Adorno). Vielmehr gilt es, immer und immer wachsam zu bleiben für die Wege, auf denen Herrschaft sichtbar wird und da einzugreifen, wo sie (re)produziert wird. In nicht-geradliniger Bewegung, durch vieles Anderssein und enthaltene kommunikative Akte kann Welt so immer besser werden; jedenfalls nenne ich das so. Der ganze Rest dieses Textes dreht sich nur noch um einen, wie ich glaube, sehr zentralen Aspekt von Herrschaft: deren Reproduktion durch Normalität und deren Performance[3] beziehungsweise Sichtbarkeit.

Ich will speziell aus dieser Sicht versuchen, nk-Projekte als konkrete Handlungsstrategie zur Bekämpfung von Herrschaftsstrukturen darzustellen.

Ich will speziell aus dieser Sicht versuchen, nk-Projekte als konkrete Handlungsstrategie zur Bekämpfung von Herrschaftsstrukturen darzustellen. Damit will ich Fragen nach der politischen Relevanz von nk-Projekten begegnen und dafür werben, sie als einen Weg anzusehen.

ERSTER TEIL Smartphone

Neulich erzählte mir ein Freund von einem Smartphone, das er geschenkt bekommen könne. Keine Nachteile. Er habe ohnehin einen Handyvertrag mit enthaltenem Datenvolumen, sodass auch während der Nutzung keine Kosten anfielen. Knorzig, alt und konservativ kam ich mir vor, als ich mich bei meiner Skepsis ertappte: Tu‘s nicht (er tat‘s natürlich dennoch).

Tage später, als ich eine Freundin fragte, was ich tun müsse, um eine Nachricht von ihrem Smartphone zu schreiben, hatte ich zum Glück schon nachgedacht. Ihren spontanen Ausruf: „Ach Opi, gib schon her, was soll ich schreiben?“ konnte ich jetzt einordnen.

Das ungute Gefühl, das sich in mir beim Anblick all dieser Smartphone-wischenden Menschen ausbreitet, kann ich jetzt erklären. Und zwar: Diese kleinen Technikmonster reproduzieren Herrschaftsstrukturen! Deren allgegenwärtige Nutzung ist Teil einer bestimmten Performance. Durch diese Sichtbarkeit wird eine Normalität konstruiert, die bestimmte Herrschaftsstrukturen reproduziert.

Und zwar: Diese kleinen Technikmonster reproduzieren Herrschaftsstrukturen!

Mensch, wie ich diese Muster satt habe! Jahre zuvor waren es die Handys, deren Massenverbreitung ich irgendwie eher zufällig verpasst hatte. Und auf einmal sah ich mich einer veränderten Kommunikationskultur gegenüber. Natürlich kam ich mir ausgeschlossen vor: Denn das hatte mich ja keinmensch gefragt! Diese Formen kollektiv akzeptierten Verhaltens waren einfach plötzlich da; schlimmer noch, sah ich das zunächst gar nicht als Problem, weil es ja doch immer nur ganz nachvollziehbare vermeintlich persönlich-individuelle Bedürfnisse gab. Nach Erreichbarkeit und so. Und natürlich hab ich jetzt auch eins, und benutze es, und bin sichtbar damit und ja, konstruiere mit an dem, was längst Normalität geworden ist. Gehst du etwa nicht mit der Zeit? Als Teil der herrschenden Norm spreche ich jedes Mal im Namen des Kapitalismus, wenn ich mein Klapphandy aufklappe: „Konsumiere auch du!“.

Ich will an dieser Stelle nicht auch noch über Herstellungsbedingungen und Ausbeutungsverhältnisse im Zusammenhang von Hightech-Produkten klagen. Klar, der Kapitalismus wird sich seine Wohlstandsgefälle immer wieder neu organisieren, um Bedürfnisse zu erfinden, die er dann zu befriedigen weiß. Und dann kommen bestimmt wieder moralische Gründe in Mode. Zum Beispiel der, jetzt nur noch die viel teureren (und damit neue Ausschlüsse hervorrufenden) „fairen“ Telefone zu kaufen, die, wenn sie fair wären, denen, die sie produzieren, ermöglichen würden, selbst welche zu benutzen. Das ist natürlich nicht so. Mein Punkt ist an dieser Stelle auch nicht so sehr, linke Technikverliebtheit für die digitale Weltrevolution zu kritisieren.

Nein, ich rege mich einfach auf, wie verdammt schnell diese vermeintlich kleinen Schritte Normalität konstruieren…

Nein, ich rege mich einfach auf, wie verdammt schnell diese vermeintlich kleinen Schritte Normalität konstruieren und dabei normativ, also herrschaftsförmig, auf gesellschaftliche Strukturen wirken. Und auf die Individuen natürlich, die dann sehr echte Bedürfnisse nach Vernetzung und Up-to-date-sein befriedigen wollen. Nun mögen die individuellen Bedürfnisse unangetastet echt sein[4] – aber dahinter steckt doch ein komplexes Herrschaftssystem mit kapitalistischer Wertschöpfungslogik, neokolonialer Ausbeutung, klassistischer Konstruktion von Differenz[5], patriarchaler Setzung von relevanten Themen, und so weiter[6] . . . !

Die beiden Anekdoten eingangs dieses Abschnitts sollen dabei zweierlei zeigen. Zum einen sind die kapitalistischen Wertmaßstäbe offenbar so normativ, dass sie zunächst als alleinige Entscheidungsgrundlage dienen (wenn mir keine Kosten entstehen, gibt es keine Nachteile). Zum anderen konstruiert die Art, wie über Dinge gesprochen wird, normative Strukturen, wenn zum Beispiel das Attribut „alt“ mit dem Nichtbenutzenkönnen von Smartphones verknüpft wird. Die so konstruierten Strukturen entfalten dann wiederum neue Bewertungskategorien. Es geht hier also insbesondere nicht um Smartphones als etwas Schlechtes. Vielmehr können sie in bestimmten sozialen Umfeldern genau umgekehrt wirken, indem soziale Zugehörigkeit durch so etwas wie sichtbar gemachten (vermeintlichen) „Verzicht“ konstruiert wird. Genau dadurch könnte, sagen wir, eine bildungsbürgerliche Elite eine so konstruierte geistige Überlegenheit zur Schau stellen und damit Herrschaft reproduzieren.

MESOLOG Kühe können schwimmen[7]

Mal gesellschaftlich gesehen: Selbst wenn ein guter „Mittelweg“ wünschenswert sein sollte, also ein bestimmtes Brummen im Wald, ist noch nichts über die individuelle Abweichung davon gesagt. Ein im Mittel 50cm tiefer Teich kann überall 50cm tief sein oder sehr flache und sehr tiefe Stellen aufweisen. Für die enthaltene Wassermenge ist das egal (und für die Überlebenschancen der dorthin geschickten Kühe auch; die können nämlich schwimmen). Wenn alle irgendwie rufen, wird schon das mittlere Brummen herauskommen.

Woher kommt dann dieser Drang zum Einheitlichen? Warum so zurückrufen, wie es ohnehin aus dem Wald hinausschallt? Ist es einfach der geringste Aufwand immer das „Normale“ zu tun — einfach, weil die ganze gesellschaftliche Infrastruktur darauf ausgerichtet ist? Woher „weiß“ mensch überhaupt jeweils, was das „Normale“ ist? Anscheinend gibt es da so eine gesellschaftliche Erzählung vom Guten oder Alternativlosen, aus der die ganzen (naheliegensten) Bewertungskategorien stammen. Ich empfinde das auf eine Weise als ermutigend: Das Scheitern eines Andersverhaltens bedeutet eben deshalb noch nicht dessen Falschsein.

Die Sichtbarkeit eines Andersverhaltens bleibt wohl meistens zunächst mal im Kleinräumigen. Aber ist das schlimm? Ist es nicht vielmehr gar notwendig, weil ein großer Wirkungskreis des eigenen Handelns ja immer auch ferner von denen, die es wahrnehmen, ist? Je ferner aber, umso mehr scheint mir ein inhaltliches Andocken an vieles, was allgemein verstanden, was selbstverständlich, also „normal“ ist, nötig. Umgekehrt ist demnach Nähe nötig, um Raum für die Auseinandersetzungen, Diskussionen und Entwicklungen zu haben, die ein starkes Abweichen vom „Normalen“ braucht, um in seiner Andersartigkeit sichtbar zu werden.

Das soll Mut machen: Messt euren Erfolg nicht daran, wie viele Followers ihr habt!

Das soll Mut machen: Messt euren Erfolg nicht daran, wie viele Followers ihr habt! Je größer der Anspruch, viele Menschen zu „erreichen“, umso weniger tiefgreifend wird die Herrschaftskritik. Als Individuum selbst durchzogen von immer wieder vorgelebten und lange antrainierten normativen Mustern, ist es ja schon eine gewaltige Aufgabe, das eigene Denken und Handeln zu hinterfragen; ja, nur schon dem Selbst gegenüber eine andere Sichtbarkeit zu leben!

Fazit: Es spricht also nichts dagegen, anders zu rufen: Von der Norm abzuweichen. Aber es ist schwer. Und es ist wichtig, viel Abweichlerei zu ertragen; ach, zu betreiben! Um sichtbar nicht herrschenden Normen zu entsprechen. Das ist also auch ein Loblied auf das Öffentliche.

ZWEITER TEIL nk

Ich habe das mit den Smartphones so ausgebreitet, weil ich das Gefühl habe, davon etwas für die eigene widerständige Praxis lernen zu können. Denn das, was die Smartphones können, kann ich auch! Ich vertrete die These, dass die vermeintlich kleine Entscheidung für die (öffentliche) Benutzung eines Smartphones Auswirkungen auf diese Öffentlichkeit hat. Was jene an Sichtbarkeit bezüglich einer kapitalistischen Normalität schaffen, muss doch eine nk-Praxis bezüglich des Gegenteils ebenso können, oder? Darum finde ich es wichtig, eine Kritik an Herrschaftsverhältnissen zu verknüpfen mit einer Praxis. Nicht etwa, um einen Machbarkeitsbeweis anzutreten; nicht um Richtiges im Falschen zu erschaffen; nein, vor allem um trotz all der möglichen Widersprüchlichkeit sichtbar zu sein.

Soweit mein Argument. Ich will es noch ein wenig illustrieren mit ein paar Thesen zu nk. Oder konkret: Warum ist nk eine Praxis, die Welt zu retten?

  1. nk verändert uns und unsere Art zu denken.
  2. nk schafft konkrete Strukturen, die vorbei an herrschender Geldlogik gehen, ja sogar Strukturen, die kollektiv aushandelbar sind und beitragen zu der Möglichkeit, ohne Selbstvermarktung existieren zu können.
  3. nk irritiert, und trägt damit bei zur Sichtbarkeit der Nicht-Allgemeingültigkeit kapitalistischer Logik; oder pointierter: nk führt sie vor, diese herrschende Logik, wenn wir tun, was jene eigentlich verbietet: Produkte ohne Wert[8] schaffen.
  4. nk schafft explizit Raum, um Herrschaftsverhältnisse zu reflektieren (sie also schon mal nicht oder nicht immer als Normalität voraussetzt).
  5. nk schafft Raum, um strukturellen Privilegien entgegenzuwirken. Das soll klein klingen: Natürlich ist der Zugang zu einer nk-Praxis und -Theorie geprägt von Privilegierung9. Idealerweise verstärkt sie solche aber nicht, sondern schafft Strukturen, sie zumindest punktuell eher abzubauen.

EPILOG immer wieder 180 grad

Wir können aus dem Hier und Jetzt heraus einzelne normative Elemente herausgreifen, ihnen eine andere Sichtbarkeit entgegensetzen und damit Herrschaft dekonstruieren. Aber die Strukturen, die wir da schaffen, bergen selbst immer wieder die Gefahr, normativ zu werden, wenn sie das kleinräumige Milieu verlassen, in dem wir sie entstehen lassen. Sei es, weil wir selbst viel zu wenig wissen und selbst als Subjekte dieser herrschaftsförmigen Welt viel zu durchzogen sind von deren Kategorien, um jemals ein fertiges herrschaftsfreies System auch nur zu erdenken. Sei es, weil wir aus unseren verschiedenen privilegierten Positionen heraus bestimmte Sicht- und Handlungsweisen in Bezug auf unsere Vorstellungen nicht kennen (können). Sei es, weil herrschende Strukturen sehr anpassungsfähig sein können und auch unsere Strukturen vereinnahmen könnten10. Deshalb können wir dennoch anfangen, die kleinen Schritte zu gehen! Wir dürfen nur nicht aufhören, immer wieder neu zu hinterfragen, das Anderssein als solches nicht aufzugeben, um flexibel zu bleiben.

Das, was Herrschaft konkret ausmacht, kann sich ständig ändern. Strukturen, die wir heute schaffen, wollen wir morgen vielleicht schon bekämpfen. In diesem Sinne: Widersprüche aushalten!

FUSSNOTE

Die genannten Personen und Dialoge sind frei erfunden.

Die ganze Zitiererei soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass ich nicht viel Ahnung von den Theorien habe, auf die ich da vermeintlich referiere. Es ist eher ein Spagat — zwischen bloßer Polemik und dem Wunsch, doch auch inhaltlich angreifbar zu sein.

Fußnoten

  • 1. nach dem Sprichwort: „Es schallt so aus dem Wald heraus, wie du hineinrufst“
  • 2. Die Formulierung bezieht sich auf Adornos berühmtes Zitat: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“ in Theodor W. Adorno: Minima Moralia (Gesammelte Schriften 4, Frankfurt/M. 1997, Seite 43).
  • 3. Mit Performance meine ich hier das Ausführen von Sprechakten oder auch das Aufführen von Handlungen durch ein Subjekt (wie im Theater); solche Perfomances können dabei selbst als Akte der Verkörperung gesehen werden, das heißt durch sie wird Welt konstruiert. Als sprachtheoretischer Begriff geht er auf John L.
    Austin
    zurück, der als ‚performative Äußerungen‘ Sprechakte bezeichnete, die nicht nur beschreiben, sondern die Welt durch ihr Geäußertsein verändern. Mitunter wird der Begriff ‚Performativität‘ in Abgrenzung dazu verwendet, um insbesondere auch das äußernde beziehungsweise handelnde Subjekt selbst als Teil der durch die Handlung konstruierten Welt zu verstehen.
    Vgl. etwa

    • John L. Austin: Zur Theorie der Sprechakte (How to do things with Words). Reclam, Stuttgart 1972
    • Jacques Derrida: Signatur Ereignis Kontext, in: Engelmann, Peter (Hg.): Randgänge der Philosophie, Wien 1988
    • Judith Butler: Das Unbehagen der Geschlechter, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003
  • 4. Zu kritischen Perspektiven auf Bedürfnisse siehe auch <Bedürfnisse statt Waren – geht das so einfach?
  • 5. Es geht mir hier um das Schaffen von Zugehörigkeitscodes, wie zum Beispiel das Nutzen von Smartphones, oder auch das bewusste Nicht-Nutzen, wodurch sich einzelne Schichten der Gesellschaft zunächst konstruieren und dann voneinander abgrenzen. Solche Konstruktion von Differenz ist für den Kapitalismus wichtig, um zwischen arm und reich, Ausgebeuteten und Profiteuren, zu unterscheiden.
  • 6. Es würde zu weit gehen, die genannten Herrschaftsstrukturen einzeln zu erklären und in Beziehung zu setzen, geschweige denn weitere zu nennen. Sie sollen hier mehr als Beispiele von durch Normalität reproduzierten und verflochtenen Herrschaftsstrukturen dienen.
  • 7. „Die Kuh ist ertrunken, obwohl der Teich im Durchschnitt nur einen halben Meter tief ist“, so oder so ähnlich wird manchmal, z.B. im Mathematikunterricht, auf das Besondere an dem Konzept „Durchschnitt“ beziehungsweise „Mittelwert“ hingewiesen. Der Satz soll klar machen, dass der Teich trotzdem sehr tiefe Stellen haben kann.
  • 8. Mit Karl Marx könnte mensch unterscheiden zwischen Gebrauchswert und (Tausch)wert einer Sache. Gemeint ist hier im engeren Sinne letzterer, der eine Sache zu einer handelbaren Ware auf einem Markt macht. Im Kontext von performativer Konstruktion stellt sich aber die Frage, ob diese wirtschaftstheoretische Unterscheidung der gesellschaftlichen Wirklichkeit entspricht, in der es geradezu „normal“ ist, Tauschwert und Gebrauchswert zu verwechseln. Genau diese fehlende Differenzierung im (kapitalistischen) Alltag verursacht vielleicht gerade die Irritation, die unsere tauschwertfreien Produkte hervorrufen.
  • 9 . Zu Privilegien und Ausschlüssen siehe auch Einschluss statt Ausschluss? – Diskriminierungssensible Zusammenarbeit jenseits von Öffnungsprozessen
  • 10. Zu Vereinnahmung von Nk-Projekten siehe auch Unsere NK-Projekte sind die Keimform einer utopischen Gesellschaft – sind sie das?
Autor*innenbeschreibung:

Mafalda mag Widersprüche, manchmal aushalten, lebt auf einem Wagenplatz in Marburg, strickt, schraubt, lernt, gemüseanbaut, backt und anderes gerne, redet manchmal viel und manchmal wenig, und ist Teil des nichtkommerziellen Ackerkollektiv Wurzeltrotz

From: keimform.deBy: ich-tausch-nicht-mehrComments

Nilmini and Steve

Nilmini and Steve have been looking — and working — at creating alternatives that address our massive environmental and social challenges. I met them in October at a NSW Greens conference where I was talking on a Future Economy panel about a non-monetary future. They have just posted a summary of a discussion we had when they visited the town I live in, Castlemaine (Central Victoria, Australia) — known for its artistic and sustainability achievements. Change ... come she will.

Ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück

Theorie & Praxis von nicht-kommerziellen Projekten

Cover der Broschüre "ich tausch nicht mehr - ich will mein Leben zurück"

Im September 2015 ist die umfangreiche Broschüre ich tausch nicht mehr – ich will mein Leben zurück“ erschienen. In den nächsten Wochen werden auf Keimform.de nach und nach einzelne Artikel aus der Broschüre vor- und zur Diskussion gestellt.

Vorab:

Editorial

Unter dem Label nichtkommerziell finden seit 2005 verschiedenste soziale und ökonomische Experimente statt, deren Gemeinsamkeit darin liegt, dass sie versuchen Geben und Nehmen zu entkoppeln. Diese Broschüre ist nun der Versuch diesen Projekten eine Plattform zu geben.

Auf dem Karlshof im nördlichen Brandenburg, begann 2005 eine kleine Gruppe mit dem Anbau von Kartoffeln. Später kam noch vieles weitere hinzu, z.B. Getreide um damit Brot zu backen oder Lupinen für das Rösten eines Getreidekaffees. Das Besondere an diesem Projekt war das konsequente Entkoppeln von Geben und Nehmen.

Die Kartoffeln und anderen Produkte wurden nicht verkauft und auch nicht anderweitig vertauscht. Sie wurden ohne irgendeine Gegenleistung einfach abgegeben.

Gleichzeitig war die Gruppe natürlich auf Unterstützung angewiesen. Menschen spendeten Geld, liehen oder schenkten notwendige Maschinen oder halfen z.B. bei der Kartoffelernte. Aber ein Anrecht auf die Kartoffeln war mit diesen Hilfeleistungen nicht verbunden. Ganz bewusst wurde so das omnipräsente Tauschprinzip außen vor gelassen. Eine Produktion jenseits des Kapitalismus sollte so ausprobiert und propagiert werden.

Viele Menschen kamen mit diesem Projekt auf dem Karlshof in Berührung und Einige ließen sich davon zu eigenen Experimenten inspirieren. So gibt es inzwischen ein kleines Netzwerk von „nichtkommerziellen“ Projekten, die alle versuchen praktische Erfahrungen mit diesem Ansatz zu machen und damit vielleicht einen kleinen Beitrag zur Überwindung des Kapitalismus zu leisten.

Es sind Experimente, die ausprobieren was passiert, wenn wir gemeinsam tief eingebrannte Glaubenssätze hinter uns lassen, wie beispielsweise: Menschen sind nur dann produktiv, wenn sie die Not dazu zwingt, oder sie sich einen Vorteil davon versprechen. Oder: Was passiert,wenn wir produzieren, weil es das Bedürfnis danach gibt, wenn genommen werden kann, weil es den Bedarf gibt.

Das hört sich jetzt alles vielleicht gar nicht so verrückt an wie es ist.

Bestimmt sind die Meisten in Freundschaften mit ähnlichen Verhältnissen ausgestattet. Nach einem gemeinsamen Essen wird nicht darauf geachtet, ob alle gleichviel beigetragen und gezahlt haben. Nicht-Kommerzialität versucht dieses im Privaten erlebte Verhältnis auf eine größere gesellschaftliche Ebene zu übertragen.

Das dabei so einiges Spannendes passiert, davon will diese Broschüre berichten. Das kleine Redaktionsgrüppchen und die allermeisten AutorInnen der Texte in dieser Broschüre sind schon seit einigen Jahren in diesen Kontexten und Gruppen aktiv. Ende 2013 haben wir uns zusammengetan, um einer größeren Öffentlichkeit von unseren Prozessen zu berichten und unsere Projekte und unseren Ansatz zur Diskussion zu stellen, denn neben vielen bestärkenden Erkenntnissen haben wir auch eine Menge Fragezeichen und Kritik an unseren Praxen.

Wir haben die Broschüre in Themen gegliedert, die alle auf die ein oder andere Weise bedeutend sind für nichtkommerzielle Versuche:

Wenn mensch von Nicht-Kommerzialität das erste mal hört, werden oft viele ungläubige Fragen gestellt: Wie, ihr verschenkt das einfach? Aber wie finanziert ihr das dann? Werdet ihr dann nicht nur ausgenutzt? Und wovon lebt ihr dann?…Um gerade auf solche Reaktionen, die ja sicherlich auch viele unserer Widersprüche zu den uns sonst umgebenden Verhältnissen ausdrücken, zu antworten, gibt es über die Broschüre verteilt vier Teile mit häufig gestellten Fragen, die jeweils kurze Antworten – und Weiterlese-Hinweise enthalten.

So unterschiedlich wie die Motivationen, die mensch zu solchen Experimenten veranlassen, so verschieden sind auch die Verständnisse davon, was „NK“ eigentlich genau bedeutet.

Um diesen Begriff doch noch besser zu fassen, beginnt die Broschüre mit dem Kapitel …und was ist denn jetzt eigentlich genau NK ?

Der Text Nichtkommerzielles Wirtschaften – Vorschlag für einen Wikipedia-Eintrag versucht sich dem Begriff von unterschiedlichen Seiten zu nähern. Im Beitrag Begriffe wird sich auf die Suche nach treffenderen Namen gemacht, da die Bezeichnung „nicht-kommerziell“ ja offenkundig ein wenig schwammig und unverständlich ist.

Mit der Frage, wie denn Leute überhaupt auf die Idee kommen so etwas zu machen beschäftigt sich das Kapitel Veränderungspotential / Sinn und Unsinn von NK. Unterschiedliche Autor*innen berichten über ihre Hintergründe, diskutieren über den Charakter der Projekte, oder konfrontieren die Praxis mit Kommentaren aus China.

Dass sich nicht nur für neu auf die „NK“ Treffende Fragen aufwerfen, sondern auch aus der Praxis heraus, davon handelt unter anderem der Text Zur gesellschaftlichen Wirkung von NK-Projekten. Die Frage ob denn „NK“- Geschichten eigentlich nur eine Form von Charity sind findet in dem Zwiegespräch „Zwei machen sich Gedanken…“ Ein Gespräch über NK & Charity eine Annäherung.

Neben der persönlichen Motivation der Teilnehmenden gibt es freilich auch noch eine gesellschaftliche Ebene. Im Abschnitt Keimformen vs. Vereinnahmung sind unterschiedliche Perspektiven versammelt, die versuchen das gesellschaftsverändernde Potential von NK-Projekten einzuschätzen oder aber mögliche Fallstricke zu benennen. Die Gefahr, dass Versuche, die vermeintlich eine Alternative zum Kapitalismus erreichen wollen, lediglich zu dessen Renovierung beitragen, ist ein Thema im Artikel Unsere NK-Projekte sind die Keimform einer utopischen Gesellschaft – sind sie das?

Dann fragten wir viele bestehende Gruppen nach ihrer Praxis als auch ihren Problemen.

In dem Abschnitt Selbstorganisation & Praxiserfahrung beschreiben vor allem Projekte, die sich um Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion drehen, ihre Erfahrungen.

Der Text Nicht-Kommerzialität im Gesundheitsbereich: die Friedelpraxis beschreibt darüberhinaus den Versuch zweier Heilpraktikerinnen neben ihrem kommerziellen Praxisalltag auch noch eine möglichst tauschfreie Behandlung zu ermöglichen.

Auch wenn Nehmen und Geben entkoppelt werden, braucht es Aushandlungsprozesse unter den Beteiligten. Hiervon handelt das Kapitel Spannungsfelder zwischen Konsument_innen und Produzent_innen. Bei den Texten zu den dort vorgestellten Projekten gibt es jeweils unterschiedliche Strategien mit dieser Zweiteilung umzugehen, oder gar Versuche sie aufzuheben.

Eine unbestreitbare Tatsache in nichtkommerziellen Projekten ist, dass aufgrund des Fehlens von Tausch mensch zurückgeworfen wird auf die eigenen Bedürfnisse: Was will ich eigentlich wirklich? Würde ich diese Tätigkeit auch ohne erwartbare Gegenleistung ausführen?

In dem Abschnitt Bedürfnisse & biographisches Gepäck wird unter anderem davon berichtet was sich in NK-Experimenten an Selbsterfahrungs-Räumen ergeben. Eindringlich wird beschrieben was sich dabei für Türen öffnen können. Das diese Fixierung auf die eigenen Bedürfnisse jedoch auch nicht so leicht über die Widersprüchlichkeiten dieser Gesellschaft hinauskommt, berichtet der Beitrag Bedürfnisse statt Waren – geht das so einfach?.

Ein Knackpunkt der nichtkommerziellen Experimente ist auch die Frage der Finanzierung. Neben den Produktionskosten braucht mensch, um in einer solchen Form tätig zu sein, genug Zeit eben auch eine anderweitige Absicherung. Im Abschnitt Finanzierung oder der Ärger mit dem lieben Geld finden sich kritische Momentaufnahmen als auch die Beschreibung von Versuchen eines anderen Umgangs mit Geld und Absicherung und die damit gemachten Erfahrungen.

Neben der finanziellen Absicherung gibt es noch weitere Hürden, die Menschen an einer Teilnahme an NK-Experimenten hindern.

Im Abschnitt Teilhabe / Einschluss / Ausschluss geht es um das Prägen von Räumen und unbewusst hergestellte Ausschlüsse. Aber auch um Ideen für eine diskriminierungssensible Zusammenarbeit über die eigenen Tellerränder hinweg.

Das solche NK-Projekte, wie sie hier in der Broschüre auftauchen, nicht aus dem Nichts kommen, sondern auch eine materielle Basis brauchen, davon handelt der letzte Abschnitt Strukturen & Voraussetzungen basteln. Hier werden einige unterstützende Bedingungen benannt als auch der Versuch einer kollektiven Entprivatisierung präzisiert.

Da wir diese Broschüre neben unseren anderen nichtkommerziellen Projekten auf die Beine gestellt haben, hatten wir öfter nur sporadisch Zeit für dieses Werk. Wir haben uns trotzdem den Raum dafür genommen und jeden eingehenden Text mindestens einmal auf Lesbarkeit gespiegelt und inhaltliche Nachfragen gestellt. Aus dieser manchmal an Erbsenzählen erinnernden Beschäftigung ist dann Stück für Stück diese Broschüre entstanden.

In den vergangenen eineinhalb Jahren hat sich vieles weiterentwickelt und verändert. Bestimmt würde die ein oder andere Autor*in ihren Beitrag mittlerweile anders schreiben.

Wer den jeweils aktuellen Stand der Projekte wissen möchte ist am Besten darin beraten sich direkt bei den Projekten zu melden, bzw. vorbeizuschauen.

Die wenigsten Autor*innen in dieser Broschüre sind professionelle Schreibende. Es ist eine Vielzahl von unterschiedlichen Stilen und Standpunkten die wir hier versammelt haben. Ebenso gibt es verschiedene Schreibweisen, die die Autor*innen benutzt haben. Manche, so wie diese Einladung ist mit * geschrieben. Andere verwenden den Unterstrich um anzudeuten, dass es mehr als nur zwei Geschlechtsdefinitionen gibt. Wiederum Andere nutzen Binnen-I oder X als geschlechtsneutrales Pronomen. Wir haben es jeweils so gelassen wie es kam.

Wir hoffen, dass Du mit dem Heft etwas anfangen kannst. Gespannt sind wir auf Deine Kritik, Anregungen und Reaktion an broschuere ätt gegenseitig punkt de

Ein großer Dank gilt an dieser Stelle auf jeden Fall noch all den Mitschreibenden, Korrekturlesenden, Zeichnenden, Finanzierenden, Inspirierenden, Helfenden, ohne die dieses hübsche Heft nicht geworden wäre.

Viel Spaß und Anregung beim Lesen wünscht Dir Dein kleines, freudiges Redaktionsgrüppchen.

Inhaltsverzeichnis

1. … und was ist jetzt eigentlich genau NK?

Nichtkommerzielles Wirtschaften – Vorschlag für einen Wikipedia-Eintrag
Begriffe
Ecommony
Häufig gestellte Fragen – Teil 1

2. Veränderungspotential / Sinn und Unsinn von NK

Nk und die Rettung der Welt
Propaganda der Tat – Verschenkemarkt
Zur gesellschaftlichen Wirkung von NK-Projekten
Welcher Bruch mit welchen Verhältnissen?
„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile oder: Die Revolution beginnt im Garten“
NK-Projekte – aus chinesischer Sicht
„Zwei machen sich Gedanken…“ Ein Gespräch über NK & Charity
Wie(so) ich mich an die NKL ranrobbte

3. Keimformen vs. Vereinnahmung

Peercommony – Eine Welt ohne Geld und Zwang
Keimform und gesellschaftliche Transformation
Nicht-Kommerziell oder Abgespalten? Wert-Abspaltung, Nicht-Kommerzialität und die Gefahren vereinseitigender Kritik und Praxis
Unsere NK-Projekte sind die Keimform einer utopischen Gesellschaft – sind sie das?
<a href="https://www.ich-tausch-nicht-mehr.net/de/39/#part-2

4. Selbstorganisation & Praxiserfahrung

Getreide-Ini auf dem Karlshof
Initiativenhof Karl/a/shof
Ackerkollektiv Wurzeltrotz
SoliLa! Gutes Essen für Alle – und zwar umsonst!
„Solidarische“ als „Nicht-Kommerzielle“ – Landwirtschaft Projektskizze und Herausforderungenitle
Nicht-Kommerzialität im Gesundheitsbereich: die Friedelpraxis

5. Spannungsfelder zwischen Konsument_innen und Produzent_innen

SISSI – SommerInfraStrukturSuperInitiative
Die Rebäcka …
Die Kartoffel ist im Weg? Zur Geschichte der NK-Kartoffel

6. Teilhabe / Einschluss / Aussschluss

Die Schenke – Reflexionen über einen Kostnix-Laden in Wien und den Zwiespältigkeiten einer umsonst-ökonomischen Praxis
„So selbstverständlich“ oder Das Problem mit dem Geben und Nehmen
Einschluss statt Ausschluss? – Diskriminierungssensible Zusammenarbeit jenseits von Öffnungsprozessen
Häufig gestellte Fragen – Teil 3

7. Bedürfnisse und biographisches Gepäck

Bedürfnis – und Prozessorientierung
Zur Auseinandersetzung mit verinnerlichten Herrschaftsverhältnissen oder Stichprobe einer NK*Innerei
Bedürfnisse statt Waren – geht das so einfach?

8. Finanzierung oder der Ärger mit dem lieben Geld

Zur Finanzierung von NK-Projekten
Kaskade
Geld für den persönlichen Bedarf?! Auseinandersetzung mit dem Thema persönlicher Geldbedarf im Rahmen nichtkommerzieller Projekte und ein laufendes
Die Wukania Lernwerkstatt – frei.utopisch.widerständig

9. Strukturen & Voraussetzungen basteln

Warum entwickeln sich NK-Aktivitäten im Umfeld der PAG?
Ko.Sy – Kollektives Syndikat – oder kollektives Synapsen zusammenbasteln
Geschichte der NK-Seminare

Häufig gestellte Fragen – Teil 4

From: keimform.deBy: ich-tausch-nicht-mehrComments

The river to freedom

The Amazonian Kichwa people have rowed down the Seine to publicise the plight of their rain forests exploited by oil miners and logging companies. Watch this wonderful video on their lives and arguments which summarise the threats of capitalism to all peoples on Earth at present.

In this video at the Guardian newspaper site, an Elder says:
Money is not life for us. Life for us is what we have here. We have to keep passing on the knowledge we have learned here about the earth, from nature. Only in that way can we defend this place.